Liebe Gäste!
Hier finden Sie unser "Führung des Monats"

Dies sind nur einmal stattfindende Führungen, die entweder mit einem besonderen Jahrestag, ungewöhnlichen Öffnungszeiten oder einfach unserem Wunsch, Ihnen wieder einmal eine ganz seltene Führung zu präsentieren, zu tun haben. Auch für diese Führungen brauchen Sie sich nicht anmelden, einfach zum Treffpunkt kommen und eine andere Seite von Wien erleben.
Wir hoffen, wir können Ihnen damit wieder spannende Aspekte von Wien präsentieren.

Donnerstag, 22. August 2019 (17:00 Uhr)
Ehemalige Mühlen, hippe Lokale, ein berühmter Konzertsaal und ein vesrteckter Garten: das Mühlgassenviertel
Betrachtet man Landkarten aus dem 17. Jahrhundert zeigt sich der Wienfluss breit und verästelt. Sein Wasser trieb die Mühlen an, an seinen Ufern wurde Wäsche gewaschen, Pferde gekühlt und gebadet. Nach Regen und Schneeschmelze wurde er zum reißenden Strom und überflutete die umliegenden Stadtviertel. Die Mühlen brauchten Holz – daher siedelten sich Handwerker an - sowie viele Wirtshäuser, für die Händler und Kunden, die auf ihr Getreide warteten. Heute ist die Wien „gezähmt“ und die Mühlen sind bis auf eine verschwunden. Geblieben ist eine vielfältige, lebendige Lokalszene, Wiens Chinatown, ein wunderschöner Musiksaal und eine kreative Anrainerszene. Ein vergnüglich informativer Spaziergang zwischen Secession und Kettenbrückengasse.
Guide: Dr. Eva Sibitz
Treffpunkt: 4, Friedrichstraße ( Eingang Sezession)

Freitag, 23. August 2019 (15:00 Uhr)
Das Rote Wien: Bauen mit Gesinnung
Das "Rote Wien" war ein weltweit einzigartiges politisches Experiment der sozialdemokratischen Stadtverwaltung Wiens zwischen 1919 und 1933. Endlich Luft, Licht und Sonne, auch für die Arbeiterklasse! Wir beschäftigen uns mit zwei Paradebauten der richtungsweisenden sozialen Architektur der Zwischenkriegszeit, dem Karl Marx-Hof in Heiligenstadt ('Ein Kilometer Art Deco') und dem Amalienbad in Favoriten, 1926 als das größte Hallenbad Europas gebaut. Gleichzeitig beleuchten wir auch die Schwierigkeiten, mit denen die einst so prächtige und stolze kaiserliche Haupt- und Residenzstadt Wien nach dem Zerfall der Monarchie 1918 zu kämpfen hatte, und der zukunftsweisenden Kommunalpolitik einer sozialdemokratischen Stadtregierung, um diese in den Griff zu bekommen und eine politische Utopie in demokratischem Rahmen Wirklichkeit werden zu lassen.
Guide: Christopher Timmermann
Treffpunkt: 19., U4 Station Heiligenstadt, Ausgang 12.-Februar Platz
zu beachten: Sie benötigen einen Fahrschein.

Sonntag, 1. September 2019 (15:00 Uhr)
Salondamen, glamouröse Wienerinnen
Sie nahmen sich Freiheiten, ihre Lebensgeschichten waren Aufreger, trotzdem haben wir ihre Namen schon vergessen. Frauen, die mit Glanz und Glamour, eine Mischung aus Geheimnis und Strahlkraft eine Leuchtspur zogen. Einige sind in Wien geboren, andere hier aufgewachsen wieder andere haben nach Wien geheiratet und so mehrere Jahre hier verbracht. Sie alle haben etwas gemacht und damit sogar unsere Leben beeinflusst.
Guide: Katalin John-Borszki
Treffpunkt: 1, Ecke Ring/Karajan Platz

Freitag, 6. September 2019 (13:30 Uhr)
Mit Kind und Kegel
Der Begriff „Kind“ also solcher war im Mittelalter nicht definiert. Bis zu ihrem 7. Lebensjahr waren die Kinder von den Eltern abhängig und nach und nach wurden sie als kleine Erwachsenen angesehen. Welche Unterschiede des „Kindseins“ gab es in den verschiedenen Schichten und Alltagssituationen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieser Spaziergang durch die Wiener Innenstadt. Wir folgen den Spuren der Kinder ab der Römerzeit übers Mittelalter bis zur Gegenwart, und beschäftigen uns mit all ihren Problemen und Freuden.
Guide: Sarah Kamenicky
Treffpunkt: 1., Michaelerplatz (vor der Raiffeisenbank)
zu beachten: Nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet

Sonntag, 6. Oktober 2019 (14:00 Uhr)
Auf den Spuren starker Frauen
Bei diesem Spaziergang durch die Wiener Innenstadt werden uns Frauen aus den verschiedensten Jahrhunderten und gesellschaftlichen Schichten begegnen, wie etwa Künstlerinnen, Politikerinnen oder Pädagoginnen. Auch in der Hofburg lebten viele starke Frauen, zu denen nicht nur Kaiserin Maria Theresia, sondern auch Erzherzogin Sophie, der „einzige Mann am Wiener Hof“, zählten. Die ersten Frauen, die einen Universitätsabschluss erreichten und die Mühen, denen sie dabei ausgesetzt werden, sind ebenfalls Thema bei dieser Führung. Mit ihrem Mut und ihrer Durchsetzungskraft spielten diese Frauen eine entscheidende Rolle bei umgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft, dem Bildungswesen, der Kunst, der Wirtschaft und der Politik. Sie alle können als Vorkämpferinnen der Emanzipation genannt werden.
Guide: Christa Bauer
Treffpunkt: 1, Maria Theresien Platz, Denkmal