Die Leopoldstadt - Das jüdische Wien jenseits des Donaukanals
Die Leopoldstadt war einst eines der Zentren jüdischen Lebens in Wien. Eine Vielfalt an sozialen und gesellschaftlichen Einrichtungen prägte diesen Bezirk zwischen dem Donaukanal und der Donau. Die prächtigsten Tempel der Stadt befanden sich hier ebenso wie die bescheidenen Bethäuser der orthodoxen Gemeinden. Die Produktenbörse war Umschlagsplatz jüdischer Großhandelsinteressen, daneben reihten sich die kleinen Geschäfte der aus Galizien Zugewanderten. Schulen, Clubs, Kaffeehäuser und Theater prägten das soziale Leben. Zukunftsorientierte Zionisten lebten hier neben streng-gläubigen chassidischen Juden, Sigmund Freud verbrachte seine Jugend hier, Arnold Schönberg, Arthur Schnitzler, Oscar Straus und Victor Frankl wurden hier geboren. Die Shoah hat diese einst blühende jüdische Welt brutal ausgelöscht, selbstbewusstes neues jüdisches Leben ist nach Jahren des Stillstands wieder eingezogen, am deutlichsten sichtbar im Gebiet zwischen Hollandstraße und Tempelgasse, wo wir auch dem durch Gedenktafeln markierten "Weg der Erinnerung" folgen.
Termine
Treffpunkt: 2., Obere Augartenstraße 74 (U2-Station Taborstraße, Ausgang Taborstraße)
Guide
Dr. Brigitte Timmermann
Telefon: +43 1 774 89 01
Sarah Kamenicky
Mobilnummer: +43 699 123 544 21
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