Liebe Gäste!
Hier finden Sie unser "Führung des Monats"

Dies sind nur einmal stattfindende Führungen, die entweder mit einem besonderen Jahrestag, ungewöhnlichen Öffnungszeiten oder einfach unserem Wunsch, Ihnen wieder einmal eine ganz seltene Führung zu präsentieren, zu tun haben. Auch für diese Führungen brauchen Sie sich nicht anmelden, einfach zum Treffpunkt kommen und eine andere Seite von Wien erleben.
Wir hoffen, wir können Ihnen damit wieder spannende Aspekte von Wien präsentieren.

Samstag, 19. Jänner 2019 (14:00 Uhr)
Die Geschichte von Oper und Musiktheater in Wien
Am 13. und 14. Juli anno domini 1668 war alles klar: Kaiser Leopold I. - wir kennen ihn von der Pestsäule (!) - erhebt Wien zur Opernstadt! Ja, Hochzeitsfeierlichkeiten gab’s, allerhöchste Geburtstage, die barock ausgelebte Freude an Musik, Spiel und Tanz… Und so wird Maria Theresias Erkenntnis, dass Spektakel einfach sein müssen, schon um zwei Generationen vorweggenommen. Selbst ein begabter Musiker und sogar Komponist, lehrt Kaiser Leopold seine Wienerinnen und Wiener, die Kunstform Oper zu lieben. Schon früh freuen sie sich, wenn etwas klinget so herrlich, klinget so schön… Und da ja ohnedies de ganze Welt Bühne ist, besonders hier in Wien, ist »Vorhang auf!« wohl der beste Beginn für eine Entdeckungsreise durch die Zauberwelt der Oper und der Opernbühnen in unserer Stadt. Ob Komödie, ob Tragödie, Buffa oder Bühnenweihfestspiel, Es gibt ein reiches, reges Opernleben in Wien, lang bevor 1869 die Hofoper mit Mozarts »Don Juan« eröffnet wird. Und im Sacher wurden nicht immer Torten gebacken... Und das alles wollen wir uns näher zu Gemüte führen!
Guide: Margarete Stickler
Treffpunkt: 1, Pestsäule

Samstag, 26. Jänner 2019 (14:00 Uhr)
Barocker Glanz für Kirche und Kaiser - Das konfessionelle Zeitalter
Im Zeitalter der Gegenreformation werden Kirchen und Klöster die wichtigsten Auftraggeber für Architekten, Maler und Bildhauerwerkstätten. Wien wurde zur Stadt des Barocks. Wie weltliche Herrscher setzte die Kirche Kunst und Architektur zur Repräsentation ein. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts hatte jedes Stift einen Kaisersaal oder Kaisertrakt und damit sollte die Verbindung von weltlicher und geistlicher Macht symbolisch sichtbar gemacht werden. Die Habsburger wiederum sahen in der Kirche einen verlängerten Arm ihrer Macht und setzten Zeichen mit einem raumgreifenden Kirchenneubauprogramm. Die Unterstützung kam aber nicht aus reiner Gottesfurcht, sondern dies war ein kalkulierter politischer Faktor. Die Künstler des 16. und 17. Jahrhundert erlebten eine Blütezeit und schufen eine Vielzahl bedeutender Werke. Dieser Spaziergang soll Ihnen das barocke Wien, mit Blick auf die Kunst zur Zeit der Reformation und Gegenreformation, an Hand einiger Beispiele, näher bringen.
Guide: Elisabeth Strasser
Treffpunkt: 1, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 1, vor der Jesuitenkirche

Samstag, 16. Feber 2019 (14:00 Uhr)
100 Jahre Frauenwahlrecht: Der steinige Weg zur Gleichberechtigung - auf den Spuren starker Frauen
Ein Spaziergang nicht nur f ü r Frauen, aber ü b e r Frauen: Frauen mit ungewöhnlichen Lebensläufen, Schriftstellerinnen, Wissenschaftlerinnen - nur ganz wenige Damen haben es zu Ehren im Hof der Wiener Universität gebracht, Intellektuelle, die die berühmten Wiener Salons mit Leben erfüllt haben, Musikerinnen – heute zu Unrecht fast vergessen, Vorkämpferinnen für Frauenrechte und Frauenvereine, Pädagoginnen, denen wir die Einrichtung der ersten Frauen-Bildungsstätten verdanken, wo Mädchen maturieren durften! Leichte Mädchen und rührende Liebesgeschichten fehlen genauso wenig wie die Lebensläufe zielstrebiger Frauen, die unter schwierigsten Umständen Schritt für Schritt Bastionen der Männer eroberten oder im Schatten von berühmten Männern standen.
Guide: Mag. G.-Maria Husa
Treffpunkt: Wien1, Universitätsring - vor dem Haupteingang der Uni

Samstag, 23. Feber 2019 (14:00 Uhr)
Lachendes Wien - ein Spaziergang in Anekdoten
Abseits von historischen Fakten und Stilkunde begeben wir uns auf die Spurensuche nach kaprizierten Künstlern, eigenbrötlerischen Habsburgern und Wiener Originalen. Sie werden staunen, was sich hinter den Fassaden der Wiener Innenstadt an humoristischen Geschichten verbirgt. Mitzubringen: Gute Laune und die Bereitschaft zu lachen.
Guide: Patrizia Kindl
Treffpunkt: 1, Albertinaplatz Mahnmal

Samstag, 2. März 2019 (10:00 Uhr)
Die letzten Tage der Ersten Republik: Schauplätze und Denkmäler des Untergangs
Nach dem Putschversuch der Nationalsozialisten und der Ermordung von Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß im Juli 1934 wurde der politische Druck von Seiten der NSDAP und der deutschen Regierung unter Reichskanzler und Führer Adolf Hitler auf die Souveränität der Ersten Republik immer größer. Innenpolitisch regierte Bundeskanzler Dr. Kurt Schuschnigg autoritär ohne Parlament in einem faschistischen Ständestaat. Schuschnigg sah nur noch in einem persönlichen Gespräch mit Hitler einen Weg für die Unabhängigkeit Österreichs. Es kam zu einem persönlichen Treffen zwischen Schuschnigg und Hitler am Salzberg. Nach dem Berchtesgadener Abkommen im Februar 1938 begannen die letzten Tage der Republik, erste Parteigänger der Nationalsozialisten wurden in die Regierung aufgenommen, der öffentliche Raum für die Machtergreifung der Nationalsozialisten im März 1938 vorbereitet. Der Spaziergang zu den Schauplätzen und Mahnmalen der Ersten Republik zeigt die Gründe für das Scheitern.
Guide: Mag. Karl Zillinger
Treffpunkt: 1, Universitätsring 1 - vor dem Haupteingang der Universität

Samstag, 30. März 2019 (14:00 Uhr)
Wien auf den Spuren der Firma Wienerberger
Die Fa. Wienerberger, der größte Ziegelproduzent der Welt, feiert heuer ihr 200. Jubiläum. Wie kaum ein anderes Unternehmen ist sie auf das engste mit der baugeschichtlichen Entwicklung Wiens im 19. und 20. Jh. verbunden. Innerhalb von nur einer Generation schaffte es der Gründervater Alois Miesbach, das modernste Ziegelwerk der Monarchie mit über 5000 Arbeitern am südlichen Rand von Wien auf die Beine zu stellen. Ab 1850 begann auch eine Spezialisierung auf Verblendziegel und Architekturornamentik aus Terracotta, die dem optischen Erscheinungsbild der Stadt ihren unverkennbaren Stempel aufgedrückt hat.
Guide: Dr. Brigitte Timmermann
Treffpunkt: 1., Musikverein, vor dem Haupteingang